2.11.09, 15.00 Uhr, DCCI (Wirtschaftskammer), Dhangadhi, Kailali, Nepal

Reisebericht Nepal - Herbst 2009With 0 comments
Frühstück in der CCI Dhandgadhi, Kailali

Frühstück in der CCI Dhandgadhi, Kailali

Heute Morgen bin ich um 6.30 aufgestanden, damit ich rechtzeitig in den Cyber Shop komme und dem Schneider meine Anzugjacke als Beispiel bringe. Beide Geschäfte waren schon offen, so dass ich fast 2 Std. Zeit hatte, meine Emails abzufragen und den neuesten Blog ins Netz zu stellen. Hat auch gut geklappt. Rechtzeitig bin ich dann in die CCI gelangt und wurde mit einem weiteren nepalesischen Frühstück beglückt, bei dem uns ein entzückender Zaugast mit ihrem

Zaungast in Dhangadhi

Zaungast in Dhangadhi

Versteckspiel hinter den Baldachinstoffbahnen zum Lachen brachte.

Die Trainingsteile sind dann gut gelaufen. Die Nervosität unserer Trainees hat sich weitgehend gelegt, und wir haben weniger denn je zu tun. Das gab mir Zeit, zur Bank zu gehen um Geld zu wechseln. Dies entpuppte sich trotz der Begleitung eines unserer Trainees als halber Staatsakt mit treppauf-, treppab-Gelaufe, Reisepasskopiererei, Seriennummernschreiberei. Hat alles in allem Anderthalb Stunden gedauert. Machte nix weiter. Es war nur schade, dass wir deswegen das Quick-Feedback für das zweite Paar verpassten. Na, dann zum Abschluss des Tages halt.

2.11.09, 21.30 Uhr, Park Inn Hotel, Dhangadhi, Kailali, Nepal

So war es denn auch. Da die Selbstsicherheit der Trainees nun schon ganz ausgeprägt ist können wir auch mal was thematisieren, was nicht ganz so gelungen ist. Ich hatte sie gestern gefragt, wie zufrieden sie auf einer Scala von 1 bis 10 seien, die wir auf dem Boden

Om und Khadak in Aktion

Om und Khadak in Aktion

ausgelegt hatten. Da haben sich sechs auf 9, drei auf 7 und fünf auf 6 gestellt. Heute wären sie wohl mindestens noch einen Schritt weiter gegangen. In diesem guten Zustand, haben wir dann mal ein paar Empfehlungen gegeben, die sie glaube ich, auch ganz gut annehmen konnten. Wir werden morgen sehen, wie sie sie umsetzen.

Nach Ende des Trainings und der Nachbereitung sind wir dann auf Wunsch einer Teilnehmerin zu ihrem Hotel gegangen, um es uns anzusehen. Es ist ein kleines, hübsches und vor allem sauberes Hinterhof-Hotel mit sechs Zimmern und wir beschlossen spontan, dass wir für die letzte Nacht in Dhangadhi noch mal das Hotel wechseln werden, denn überdies ist es ja noch in Laufentfernung vom CCI entfernt. Morgen werden wir also drei Rikschas mit uns und unseren Koffern belegen und dorthin ziehen.

Den Abend haben wir dann zusammen mit Binod, der ja als Road Manager immer bei uns ist, und mit Birendra, dem großartigen Organisator hier in Dhangadhi zusammen im Bells Cafe verbracht, wo das Essen ganz ausgezeichnet war. Sarani Sah, die Hotelbesitzerin hatte uns schon Pommes Frites und Sadheko (Zwiebeln, Tomatenstückchen Erdnüssen) angeboten, so dass unser Appetit angeregt war. Ich hatte meine unverzichtbaren Papad, die man in indischen Restaurants in Deutschland als Papadam kennt, hauchdünne, knusprige Fladen aus Kichererbsenmehl vorweg und dann habe ich ein Butter Chicken probiert, das ist Hähnchen in einer würzigen Soße, die wir auch schon in einem Restaurant in Narayangar köstlichst gefunden hatten. Es war nicht ganz so gut, aber immer noch riesig. Anton, bestellte Chicken Tandoori, also Grillhähnchen, das aber nicht wie bei uns fetttriefend mit Knusperhaut serviert wird, sondern ohne Haut in einer roten Tunke auf dem Holzkohlengrill geröstet wird, so dass der Holzrauch mitschmeckbar ist. Auch das ganz köstlich. Birendra bestellte sich als Vegetarier Mushroom Chilly, was sich als Champignons im Zwiebeln und Pfefferoni erwies. Auch hier war ein feines Raucharoma herauszuschmecken. Auch sehr gut. Das ganze wurde zusammen mit Roti gegessen, das sind Fladenbrote, die im Feuer gebacken werden. Binod musste gar nichts Eigenes bestellen. Am Ende waren wir alle hackesatt, hatten drei Bier, zwei Cola und einige Flaschen Wasser dazu getrunken und umgerechnet unglaubliche 17 EUR dafür bezahlt. Ist schon sehr preiswert hier. Die Zimmer kosten übrigens 1000 Rupien, das sind 10 EUR.

Kein Wunder also, das Anton ganz wild nach einer Alternative zum Himalaya Hotel sucht, in das wir bei unseren bus2-Training, das wir für die IEDI-Leute in Kathmandu geben werden, ziehen sollen. Kostet 7500 Rupien die Nacht. Aber es heißt, alles ist ausgebucht, weil jetzt Treckinghochsaison ist. Na, da wird uns schon was günstigeres über den Weg laufen.

So, jetzt noch zu Ende packen, damit ich morgen zügig in den CyberShop komme, um euch diesen Blog aufs Nachtkästchen legen zu können. Denn morgen um 7 Uhr, wird es bei euch 3 Uhr nachts sein. Guten Morgen!

Namasté